Avocado

Die Avocado ist für viele ein unverzichtbarer Teil ihres Sonntag-Brunchs. Dabei gibt es die Frucht, die biologisch gesehen eine Beere ist, längst nicht nur auf Toasts zu finden. Es gibt sie im Salat, zum Rührei, zu Pasta, in Bowls, im Smoothie oder als Dip in der klassischen Guacamole-Variation. Viele schwärmen von den gesunden Fetten, die in der Avocado stecken sollen. Aber wie gut ist die Frucht wirklich? Und woher kommt unsere Avocado aus dem Supermarkt eigentlich und wie wird sie angebaut?

Ist die Avocado wirklich ein Superfood?

Avocados haben viel mehr Fett als andere Früchte (13-25%) und deswegen viele Kalorien: 130kcal / 100g, das entspricht ca. 3 kleinen Äpfeln. Allerdings wiegt eine Avocado (ohne Kern) im Schnitt 250g und kommt somit auf über 300kcal. Will man also Gewicht verlieren sollte man nicht so viel oder so oft Avocados essen. Nichtsdestotrotz besteht über die Hälfte des Fettanteils aus essentiellen Omega-9-, Omega-6- & Omega-3-Fettsäuren, von denen wir oft zu wenig zu uns nehmen. Wegen den vielen unge-sättigten Fetten kann sie auch bei einem erhöhten Cholesterinspiegel gegessen werden. Außerdem enthalten Avocados viel Vitamin D, E und K1.

Wie kommt die Avocado zu uns in die Obstabteilung?
Die Avocado kommt aus den Tropen, das heißt sie wird vor Allem in Nord- und Zentralamerika angebaut, wobei Nordamerika fast nur für den inländischen Markt produziert. Ähnlich wie in anderen Branchen, haben große internationale Konzerne die kleinen Avocado-Farmer mittlerweile weitestgehend verdrängt.

Beim Anbau benötigen Avocados viel Wasser und werden oft aus tropischen Regionen nach Europa transportiert, was sie aus Umweltschutz-Sicht zu einem Problemfall macht. 1 kg Avocados, was in etwa 2,5 Avocados wären, brauchen 1.000 Liter Wasser. Salat braucht im Vergleich nur 130 Liter (gem. dem Zentreum für Gesundheit). Allerdings haben viele tierische Produkte ebenfalls einen hohen Wasserverbrauch. Außerdem sind die Transportwege bei der Avocado extrem weit, bis sie bei uns im Regal steht. Andererseits trifft das auf fast alle tropischen Früchte zu, Mangos wachsen ja z.B. auch nicht um die Ecke.

Fazit

Wie ihr es schon oft irgendwo gelesen oder gehört habt gilt auch hier:
eine ausgewogene Ernährung ist immer noch die beste.

Wer jeden Tag 2-3 Avocados isst, tut weder seinem Körper, noch der Umwelt etwas Gutes.  Andererseits schadet es nicht, wenn man ab und zu einmal eine Avocado isst um seinen Körper mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen. Avocado als super Butter-Alternative anzusehen, finde ich persönlich schwierig, weil die langen Transportwege und der hohe Wasserverbrauch nicht gut für unser Klima sind.

Wie „gesundes Konsumieren“ aussieht, muss aber letzten Endes jeder selbst für sich selbst entscheiden.

Quellen:  Website “Zentrum der Gesundheit”: Avocado & Avocado und Ökologiebilanz      Fotos: pixabay

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